Leistungsbereiche 2017-10-05T10:24:58+00:00

Unsere Leistungsbereiche

Unsere Leistungsbereiche sind sehr vielseitig. Die Betreuung komplexer Bauvorhaben erstreckt sich von der Planung und Beratung bis hin zur Überwachung.

Grundlage sind die Leistungen der Technischen Ausrüstung nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) mit den Anlagengruppen Heizung, Lüftung, Sanitär, Kälte, Elektro, Badetechnik und Energieversorgung.

Zudem werden von uns Energiekonzepte erstellt. Entsprechend der EnEV 2013, dem EEWärmeGesetz 2011 sowie dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz 2012 werden von uns notwendige Berechnungen für Wohn- und Nichtwohngebäude durchgeführt. Die Berechnungen erfolgen auf Basis der DIN V 18599. Entsprechend der Nachweisberechtigtenverordnung und der EnEV sind wir berechtigt, dies für Neubauten und Bestandsgebäude durchzuführen.

Weiterhin sind wir entsprechend der Richtlinien der KfW befugt, Energieeffizienzberatungen für Klein- und Mittelbetriebe durchzuführen. Auch sind wir in der Beraterbörse der KfW als Energieeffizienzberater gelistet.

Der „Fachplaner Energieeffizienz“ ist ein Fortbildungslehrgang, der durch die Ingenieurakademie Hessen durchgeführt wird. Er umfasst insgesamt 168 Wochenstunden, in denen die Bereiche Bauphysik, Wärmebrücken, Be- und Entfeuchtung, Umsetzung der technischen Anlagen in Gebäuden, Darstellungen von Lüftungs- und Klimaanlagen in Verbindung mit Kälteerzeugung über Absorptions- und Kompressionskälteanlagen bis hin zur Darstellung moderner energieeffizienter Beleuchtungssysteme behandelt werden. Dies in Verbindung mit den Berechnungen zur Darstellung des EnEV-Nachweises für Wohngebäude nach DIN 4701 Teil 10 und für Nichtwohngebäude nach DIN V 18599. Die Abschlussurkunde mit der dazugehörigen gesamt umfassenden Dokumentation des Lehrinhaltes ist nachfolgend dargestellt.

Energetische Inspektion von Kälteanlagen zur Klimatisierung
(EnEV § 12)

Die Planung und Beratung umfasst die Leistungsphasen der HOAI

  1. Grundlagenermittlung
  2. Vorplanung
  3. Entwurfsplanung
  4. Genehmigungsplanung
  5. Ausführungsplanung
  6. Vorbereitung der Vergabe
  7. Mitwirkung bei der Vergabe
  8. Objektüberwachung
  9. Objektbetreuung und Dokumentation

wie auch das Erstellen von

  • Energiekonzepten und Gutachten,
  • Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen,
  • Wirtschaftlichkeitsberechnungen,
  • Emissionsberechnungen,
  • und Kostenanalysen.

Weiterhin übernehmen wir auch die Bauleitung vor Ort.

Eines unserer Hauptgebiete ist die integrale Planung von Energieerzeugungsanlagen und Verteilungen. Wir beginnen hier meist mit einer Machbarkeitsstudie und einem Energiekonzept, das dann in einer konkreten Umsetzungsplanung mündet.

Solche Planungen werden besonders im Bereich von Energieversorgern, Stadtwerken und mittelständischen Industriebetrieben durchgeführt.

Das umfasst von der Kraft-Wärme-Kopplung über Großkälteanlagen, Dampfanlagen, Nah- und Fernwärmenetze die gesamte Bandbreite in diesem Bereich.

Parallel dazu sind wir durch die Tätigkeit im AGFW berechtigt, solche Netze und Anlagen entsprechend der FW 308 bzw. 309 zu zertifizieren. Dies auch im Zusammenhang über Finanzierungsmodelle der BAFA und der KFW.

Die erste Anlage für die wir einen Preis erhielten, war die komplette Energieversorgung des Standortes Fulda, der Firma TEEGUT im Jahre 1996. Uns wurde in diesem Jahr der Preis der deutschen Gaswirtschaft verliehen.

Des Weiteren wurde die Anlage der Firma W. Brandenburg, Frankfurt Fechenheim, als BHKW des Jahres 2013 ausgezeichnet.

Eines der größten Projekte in diesem Bereich war die Machbarkeitsstudie sowie die komplette Planung der Energieversorgung der Mainova, beginnend im Kraftwerk Nordweststadt mit einer Pumpstation mit einer ca. 3 km langen Fernwärmeleitung bis zum Kraftwerk …….. und weiterhin mit ca. 2,5 km bis zum Campus Westend, dem damaligen Ausbaugebiet der Uni Frankfurt.

Über diese Leitungen werden heute bis zu 100 mW/h hocheffiziente Wärme aus der Müllverbrennung in die Innenstadt von Frankfurt geleitet und war die Grundlage für das Gesamtkonzept der Fernwärmeversorgung in Frankfurt.

Hervorzuheben ist auch die Gesamtplanung des Neubaukonzeptes der Energieversorgung der TU Darmstadt auf der Lichtwiese bis in die Innenstadt und die damit durchgeführte Contracting-Ausschreibung für die nächsten 15 Jahre bis zum Jahre 2030. Hier haben wir die komplette Fernkältetrasse geplant, die neue Energiezentrale mit mehreren BHKWs und Absorber sowie die Kälteanlagen.

Auch das Konzept der Stadt Marburg mit der kompletten Versorgung der Innenstadt oder aber das Kraftwerk Ortenberg mit der dazugehörigen Planung ist von uns durchgeführt worden.

Im Moment werden von uns mehrere Nah- und Fernwärmesysteme mit Kraft-Wärme-Kopplung geplant und auch ausgeschrieben.

Unabhängig davon haben wir mehrere externe Fern- und Nahwärmenetzte zertifiziert, wobei eines der Hauptarbeitsgebiete der letzten Jahre der komplette Neubau der Firma Biotest und deren Energieversorgung war. Hier haben wir das Grundkonzept der Ausführung begleitet, zertifiziert  und überwacht. Ziel war es, die Gesamtanlage auf einem EnEV-Standard zwischen -30% und -40% zu bekommen.

Im Bereich der regenerativen Energien planen wir besonders Solar- und Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen und BHKWs sowie alle Arten der Holzhackschnitzel- und Pelletsfeuerung.

In einem unserer neuesten Projekte, der komplette Neubau des Trimini in Kochel am See, wurde von uns in einem Verbund mit einer Seewasserwärmepumpe eine Großsolaranlage mit einer Leistung von ca. 160 kW bis 180 kW errichtet.

Beide Systeme werden über einen genau ausgelegten Zortström-Verteiler wärmegeführt geregelt. Als Spitzenlastkessel dient hier zusätzlich ein neuer Ölkessel, der aber genau durch diese Anlagen komplett ‚substituniert wird. Erste Ergebnisse im Sommer zeigen, dass alleine die Solaranlage ausreicht, das komplette neue Bad mit über 5.000 m² und über 1.000 m² Wasserfläche zu beheizen. In der Übergangszeit kommt dann die Seewasserwärmepumpe mit einer Leistung von ca. 500 k’W dazu. Nur in den Spitzen im Winter wird der Ölkessel als Zusatzfeuerung benötigt.

Auf dem Gebiet der Energieeffizienz sind wir eines der führenden Planungsbüros in Deutschland. Herr Gunter selbst ist Vorsitzender der Fachgruppe Energieeffizienz in Hessen und auch Vorsitzender des Arbeitskreises Energieeffizienz der Bundesingenieurkammer.

Wir arbeiten als Berater für das Energiereferat in Frankfurt besonders im Effizienz- und Fernwärmebereich sowie in der Umsetzung von EnEV, EEWärmeG und der FW 309.

Derzeit laufende Objekte werden auf Basis von DGIB und LEED durchgeführt, wo wir in Zusammenarbeit mit Zertifizierungsbüros versuchen den höchsten LEED-Standard zu erreichen. Hier wird von uns die gesamte Haustechnik wie Lüftungs-, Energieerzeugungsanlagen, Beleuchtungsanlagen entsprechend der dort geforderten Standards geplant und angepasst.

Parallel werden von uns viele Energieversorgungskonzepte entwickelt, besonders im Bereich der Sanierung bei großen Industriebetrieben wie W. Brandenburg, Westfleisch, Flughafen Frankfurt, Unikliniken Marburg, TU Darmstadt.  Zudem sind wir für viele Großbäder der Kristall Bäder Gruppe zuständig und führen dort Energieeffizienzmaßnahmen durch.

Herr Gunter hat in seiner langjährigen Tätigkeit folgende Zertifizierungsgrade:

  • Beratender Ingenieur des Landes Hessen B75
  • Nachweisberechtigter für Wärmeschutz W-1528A-IngKH
  • KfW Energieberater Mittelstand
  • Fachplaner für Energieeffizienz IngKH
  • Energieberater für Nichtwohngebäude zertifiziert für DIN V 18599
  • öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Bewertung der energetischen Qualität von Wohn- und Nichtwohngebäuden
  • Energieberater für das Förderprogramm „Energieberatung im Mittelstand“ (BAFA)

und wurde am 27.05.2013 durch die Ingenieurkammer Hessen als vereidigter Sachverständiger für energetische Bewertung von Wohn- und Nichtwohngebäuden zugelassen.

Hier bearbeitet er besonders das Gebiet der tatsächlichen Ausführung von Gebäuden entsprechend dem EnEV  und EEWärmeG Standard.

Die Prüfung solcher Berechnungen, auch im Zusammenhang mit KfW-Darlehen, ob und inwieweit die vorgegebenen Planungsvorgaben am Gebäude auch umgesetzt wurden und der Bauherr ein Gebäude entsprechend der Zertifizierung erhalten hat, sind Teil seiner Arbeit.

Wie schon ausgeführt, zertifizieren wir auch Primärenergiefaktoren für Nah- und Fernwärmenetze sowie interne Energiezentralen zur Berechnung der EnEV.